„gut“ oder „schädlich“
  • „gut“ oder „schädlich“
  • 08.05.2019 - 23:25
  • Gesundheit

„gut“ oder „schädlich“

Die Frage: „gut“ oder „schädlich“ ist eine Frage der Konzentration

 

Die Leber, unser größtes inneres Organ. Unsere „Entgiftungszentrale“. Über 2000 Liter Blut tgl muss die Leber entgiften und verwalten. Und Speicherorgan: was der Körper an Nährstoffen gerade nicht benötigt, legt die Leber vorübergehend als Vorrat an. So auch den Blutzucker, die Energiequelle der Körperzellen. Zu viel im Blut lässt die Gefäße starr werden und die Nerven sterben. Das Gehirn arbeitet nur im Optimum zuverlässig.

 

Die Definition „gut“ oder „schädlich“ ist eine Frage der Konzentration. Die Leber speichert so auch Fette, Eiweißbausteine, Vitamine und Spurenelemente. Und sie kann Zucker in Fette umwandeln, was ihr bei Fehlernährung zum Verhängnis wird.

Die Entgiftungsstrategien der Leber haben sich etabliert, als die Umwelt noch nicht industriell belastet und die Nahrung noch natürlich war.

Was ihr heute zusetzt ist eine insgesamt wachsende Zahl an Belastungen von Medikamenten, Konservierungsstoffen, Schwermetallen und Pestiziden in der Nahrung.

Die Leber arbeitet am Limit.

Wir essen zu viel, zu fett, zu zuckerreich und es fehlt uns an Bewegung. Leberentzündung und Fettleber ist oft die Folge. Also nicht nur durch Alkoholkonsum kann es die Leber „treffen“; letztlich kann es jeden betreffen der nicht auf eine ausgewogene Lebensweise achtet.

Und: die Leber jammert nicht! Achtung: ihr fehlt nämlich das Schmerzempfinden und durch die hohe Regenerationsfähigkeit hält sie extrem lange durch.

Anfängliche Symptome: müde, Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen, der Teint fahl. Symptome einer schleichenden Vergiftung und langsamen hormonellen Entgleisung. Später: Übelkeit, Brechreiz und Stuhlverfärbungen, Schmerzen im Oberbauch und eine gestörte Blutgerinnung.

 

Und nun? Was kann ich tun…?

Naja, den „falschen Lifestyle“ ändern wäre eine Möglichkeit. An den richtigen Schrauben drehen: Fehlernährung, zu viel Zucker, Bewegungsmangel und „Genussgifte“ wie Alkohol und Nikotin reduzieren.

 

Hier noch ein paar Tipps: „Powerimpulse für die Leber“

 

Vitalstoffe reichlich!

Vitalstoffreiche Kost: viel frischem Obst, frischen Kräutern und Vollkornprodukten. Hochwertige Pflanzenöle wie z.B. Hanföl, wenig fettarmes Fleisch und 2x Woche hochwertige Fischsorten... sorgen für eine gute Leberfunktion, stabilen Stoffwechsel und ausreichend Antioxidantien als Zell- und Gefäßschutz.

 

Runter mit den Kohlenhydraten

Minimiere die Kohlenhydrate (v.a. Weißmehl und Haushaltszucker). Besonders nach 16:00 Uhr. Regt zudem die Fettverbrennung an.

 

Alkohol in Maßen!

Alkohol=Zellgift! Fördert die Fettleber. Regel: Mäßig und nicht täglich.

 

Kaufe clean!

Künstliche Nahrungszusätze wie Konservierungs- und Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Süßstoffe belasten die Leber.

 

Mit Ruhe und Genuss!

Stress und hastiges Herunterwürgen mindern die Durchblutung der Verdauungsorgane, auch der Leber.

 

Viel stilles Wasser trinken!

Mind. 2 Liter tgl.: für Stoffwechsel und zum Durchspülen der Leber. Spezielle Tees und Heilpflanzensäfte bringen Leber und Galle zusätzlich auf Trab.

v.a. Bitterstoffe!!!

 

Schwung im Alltag!

Schon 20 Min. Bewegung tgl. steigern Durchblutung, fördern die Verdauung und Leber und erhöhen den Kalorienverbrauch. Außerdem wachsen Muskeln, die Haupt-Fettverbrenner.

 

Entlastungstage!

Der Verzicht auf tierisches Fett und Alkohol oder auch eine richtige Entgiftungskur geben der Leber Zeit zur Regeneration. Hier tut auch mal der ein oder andere Leberwickel gut.

 

Statt Verdauungsschnaps

Besser als jeder Verdauungsschnaps ist eine alkoholfreie Variante mit Bitterstoffen aus Artischocke, Enzian, Curcuma und Ingwer oder warmer Tee mit verdauungsfördernden ätherischen Ölen aus Kümmel, Anis, Fenchel. Auch eine Wärmflasche auf der Leber (am rechten Oberbauch) leistet weit bessere Dienste.